Montag, 9. April 2007

Musik und Revolution

Jimi Hendrix verband mit seiner E-Gitarre in Star Spangled Banner den Bombenterror und Tieffliegerangriffe mit der Amerikanischen Nationalhymne.
In der Sylvesternacht 1969 kündigte er seinen Song Machine Gun mit den Worten an: "Wir widmen dieses Stück allen Soldaten, die in Chicago kämpfen und in – Milwaukee und – in New York. Ach ja, und allen Soldaten, die in Vietnam kämpfen." Am 30. August 1970 beim Festival der Isle of Wight waren seine Worte: "Wir widmen dieses Lied allen Soldaten, die in Birmingham kämpfen, allen Skinheads, allen Soldaten, die in London kämpfen. Ach ja, allen Soldaten, die in Vietnam kämpfen." (zitiert nach Baacke,1998, 255)

Quelle:
Baacke, Dieter (1998) Punk und Pop. Die siebziger und achtziger Jahre. In Baacke, Dieter (hrsg.) Handbuch Jugend und Musik. Opladen: Buderich, 253-274.

Kommentare:

Piranhase hat gesagt…

http://foia.fbi.gov/hendrix_james_marshall/hendrix_james_marshall_part01.pdf

musiklabor hat gesagt…

Vielen Dank für den link.
Jimi Hendrix hatte offenbar überall Verehrer, und die sammelten in den siebziger Jahren alles von ihren revolutionären Helden. Im Auge des Betrachters entsteht das Genie - es ist die Wahrnehmung der anderen, die den Einsamen in die soziale Gemeinschaft integrieren.

Piranhase hat gesagt…

Wussten Sie, dass sich Hendrix 1961 für drei Jahre bei der 101. US-Luftlandedivision in Fort Campbell verpflichtete, aber nach 13 Monaten gefeuert wurde? Er dachte angeblich während des Dienstes ständig an das Gitarrenspielen - und nicht wie andere junge Männer an Mädchen...

musiklabor hat gesagt…

Das wusste ich noch nicht. Gab es denn damals beim Militär schon Mädchen? Auch hatte ich bis jetzt angenommen, dass beim Militär die soliden Männerbeziehungen im Mittelpunkt stehen.